Das Open Geospatial Consortium (OGC) möchte eine GeoZarr Standards Working Group (SWG) gründen, die eine Zarr-Kodierung für georäumliche Rasterdaten in Form von Zarr-Konventionen entwickeln soll. Die Öffentlichkeit wird um Kommentare zur Satzung der SWG gebeten. Kommentare müssen bis zum 13. September 2023 eingereicht werden.

In der georäumlichen Welt entstehen neue Cloud-native Datenformate. Zarr ist ein generisches Datenformat für n-dimensionale Arrays, das den Zugriff auf Daten in komprimierten Blöcken des ursprünglichen Arrays ermöglicht. Zarr wird für georäumliche Zwecke immer beliebter. Zarr erleichtert die Portabilität und Interoperabilität sowohl auf Objektspeichern als auch auf Festplatten. 

Im Juni 2022 billigte das OGC Zarr V2.0 als OGC-Gemeinschaftsstandard. Der Zweck der GeoZarr SWG besteht darin, einen explizit georäumlichen Zarr-Standard (GeoZarr) zu haben, der von OGC übernommen wird und flexible und umfassende Konventionen für das Cloud-native Zarr-Format festlegt, die den vielfältigen Anforderungen des georäumlichen Bereichs gerecht werden. Diese Konventionen zielen darauf ab, einen klaren und standardisierten Rahmen für die Organisation und Beschreibung von Daten bereitzustellen, der eine eindeutige Darstellung gewährleistet.

Zu den Zielen der GeoZarr-Konventionen gehören:

  1. Kompatibilität: Gewährleistung einer problemlosen Kompatibilität mit gängigen Mapping- und Datenanalysetools wie GDAL, Xarray, ArcGIS, QGIS und anderen Visualisierungstools, wodurch eine nahtlose Integration in vorhandene Arbeitsabläufe ermöglicht wird.
  2. Dimensionen: Unterstützung mehrdimensionaler Daten wie Hyperspektral- und Höheninformationen, um den vielfältigen Anforderungen an georäumliche Daten gerecht zu werden.
  3. Datenermittlung: Bereitstellung von Metadaten zum Entdecken, Zugreifen und Abrufen der Daten, einschließlich zusammengesetzter Produkte aus mehreren Datenfeldern.
  4. Daten mischen: Erleichtert die Kombination unterschiedlicher Arten georäumlicher Daten, einschließlich Satellitenbildern, Höhenkarten und Wettermodellen, um umfassende und informative Datensätze zu erstellen.
  5. Flexibilität: Wissenschaftlern und Forschern wird ermöglicht, mit unterschiedlichen Datentypen und Projektionen in ihrer bevorzugten Software und Programmiersprache zu arbeiten. Dies fördert die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bei der Verarbeitung und Analyse georäumlicher Daten.

Neben der Kodierung von Geodaten und Metadaten wird der GeoZarr-Standard eine mehrdimensionale Alternative zur zweidimensionalen Cloud-optimiertes GeoTiff-Format (COG – von OGC im Mai 2023 übernommen), das in letzter Zeit aufgrund seiner serverlosen Fähigkeiten an Popularität gewonnen hat. Diese Fähigkeiten ermöglichen die inhärente Unterstützung traditionell serverbasierter Funktionen, wie z. B. Visualisierung (ähnlich wie OGC API – Maps), Datensubsetzugriff (analog zu OGC API – Abdeckungen) und Symbologie (entspricht OGC API – Stile). Es ist geplant, diese Aspekte als optionale Profile (z. B. Konformitätsklassen) zu integrieren.

Das Der Entwurf der Charta der GeoZarr-Standardarbeitsgruppe (23-046) (.HTML) steht zur Einsicht und Kommentierung auf dem OGC-Portal zur Verfügung.. Kommentare sind bis zum 13. September 2023 fällig. und sollte über die unten angegebene Methode übermittelt werden.

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Kommentare können bis zum oben aufgeführten „Antragsschlussdatum“ an einen dedizierten E-Mail-Reflektor gesendet werden. Die eingegangenen Kommentare werden konsolidiert und von den OGC-Mitgliedern zur Aufnahme in das Dokument geprüft. Bitte senden Sie Ihre Kommentare über diese E-Mail-Adresse, benutze das Kommentarvorlage für den Nachrichtentext.

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