Das Open Geospatial Consortium (OGC) in Partnerschaft mit dem US Federal Geographic Data Committee (FGDC) und unsere Mitglieder treiben eine ambitionierte Initiative voran, um die Zukunft der Geodateninfrastruktur (GDI) – der Systeme, die die Erfassung, den Austausch und die Nutzung standortbezogener Daten ermöglichen – zu gestalten. Die Initiative wird durch das neu gestartete Projekt vorgestellt. SDI-Modernisierungsgateway, hebt hervor, wie Mitglieder der OGC-Community sich die SDI der Zukunft vorstellen – und tatsächlich bereits aufbauen.
Für das OGC verkörpert diese Initiative unsere Kernwerte Zusammenarbeit und Interoperabilität und stellt sicher, dass die nächste Generation von SDI nicht nur für die Herausforderungen von heute, sondern auch für die Chancen von morgen in Gemeinschaften, Branchen und Nationen gerüstet ist.
Ein Jahrzehnt des Ehrgeizes
Das SDI-Modernisierungsprojekt steht im Einklang mit einem nationalen US-amerikanischen Ziel. 10-Jahres-Strategie für GeodatenDiese Strategie, die auf öffentlicher und privater Expertise basiert, um reaktionsschnellere, integriertere und interoperablere Geodienste bereitzustellen, wird vom FGDC geleitet. Sie stützt sich auf die Bereitstellung verbesserter Geodatensätze, integrierter Anwendungen und zeitnaher Dienste, die hochgradig reaktionsschnell, zuverlässig und interoperabel sind, und orientiert sich am Integrierten Geoinformationsrahmen (UN-IGIF) der Vereinten Nationen, einem weltweit anerkannten Modell für nationale Geodaten-Governance.
Diese Bemühungen bauen auf früheren Arbeiten auf, darunter Kanadas Konzeptentwicklungsstudie zu kumulativen Effekten, und spiegeln einen wachsenden Konsens wider: Bestehende SDIs, die oft isoliert und unzureichend genutzt werden, müssen sich zu dynamischen Wissensinfrastrukturen weiterentwickeln.
Warum SDI überdacht werden muss
Trotz der Fülle an Geodaten sind viele Geodateninfrastrukturen (GDI) nach wie vor kaum mehr als digitale Archivspeicher – Sammlungen herunterladbarer Datensätze und statischer Karten. Ihr ursprüngliches Potenzial als Instrumente für Erkenntnisgewinnung und Koordination wurde durch fragmentierte Governance und veraltete Technologie geschwächt.
Modernisierung erfordert mehr als technische Aufrüstungen. Sie bedarf branchenübergreifender Zusammenarbeit, der Integration neuer Technologien, effizienter Datenverwaltung und der zeitnahen Bereitstellung handlungsrelevanter Informationen.
Ziel ist ein Geodaten-Ökosystem, das nicht nur national, sondern global vernetzt ist und in der Lage ist, Entscheidungen in den Bereichen Land, See und sogar Weltraum zu unterstützen.
Drei Säulen der Reform
Das SDI-Modernisierungsprojekt verfolgt dieses Ziel durch drei zentrale Schwerpunkte, die jeweils darauf abzielen, die Effektivität von Geodaten in allen Sektoren zu steigern.:
- Unternehmensführung - Wirksame Aufsicht, inklusive Teilhabe und nachhaltige Finanzierung sind unerlässlich. Rechtliche und politische Rahmenbedingungen müssen weiterentwickelt werden, um Datenaustausch und Rechenschaftspflicht zu fördern.
- Daten & Technologie – Die Infrastruktur muss modernisiert werden, um Datenqualität, Zugänglichkeit und Interoperabilität zu verbessern. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen eröffnen neue Möglichkeiten, doch Standards – sowohl nationale als auch internationale – bleiben unerlässlich.
- Menschen - Qualifizierte Arbeitskräfte sind der Dreh- und Angelpunkt. Der Kapazitätsaufbau in verschiedenen Disziplinen, die Förderung von Partnerschaften und die Stärkung der Geodatenkompetenz sind entscheidend, um das volle Potenzial der Geodateninfrastruktur auszuschöpfen.
Der wirtschaftliche Nutzen
Die wirtschaftliche Begründung ist überzeugend. Allein in den Vereinigten Staaten mehr als 150 Datensätze der Bundesregierung sind öffentlich zugänglich und unterstützen einen Geodatenmarkt im Wert von $133 Milliarden US-Dollar ab 2023. Der 3D-Höhenprogramm (3DEP) des US Geological Survey erzeugt eine Schätzung 7.9 Milliarden Dollar in jährlichen Vorteilen, was den konkreten Wert qualitativ hochwertiger Geodaten unterstreicht.
Da Branchen von KI bis Logistik zunehmend auf Geodaten angewiesen sind, wird die Modernisierung der Geodateninfrastruktur nicht nur zu einer technischen Notwendigkeit, sondern auch zu einem Motor für Innovation und Wachstum.
Ein Aufruf zum Handeln
OGC und FGDC betrachten die Modernisierung der SDI als eine Frage der strategischen Sicherheit und der öffentlichen Infrastruktur. Der Erfolg hängt von gemeinsamer Steuerung, technologischer Innovation und Investitionen in Humankapital ab.
Wir laden alle Mitglieder der Geodaten-Community – Regierungsbehörden, private Akteure, akademische Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen – ein, erfahren SieArbeiten Sie zusammen und gestalten Sie eine zukunftsfähige SDI mit. Besuchen Sie uns! das SDI-ModernisierungsportalDiese Plattform wird sich stetig weiterentwickeln und als gemeinschaftlich getragene Ressource dienen – ein Ort, an dem Sie Ihre Gedanken, Ideen, Hoffnungen und Visionen für SDI einbringen können. Bleiben Sie gespannt, denn wir werden die Beiträge in den kommenden Wochen und Monaten regelmäßig aktualisieren.
Lasst uns entwerfen und bauen Geodateninfrastruktur Gemeinsam werden wir zu den Architekten einer internationalen Geodateninfrastruktur, die fest auf dem Fundament gemeinsamen Geodatenwissens ruht und Menschen überall auf der Welt über Generationen hinweg befähigt.